Rezension zu ‚Die Welt ist ein schöner Ort: Der Weg meiner Tochter in einen würdevollen Tod‘ von Deborah Ziegler *

Eckdaten

Verlag: Goldmann
Taschenbuch
448 Seiten
Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-442-15957-4
(Quelle: Goldmann)

Klappentext

Am Silvesterabend des Jahres 2013 wird die 29-jährige Brittany Maynard wegen unerträglicher Kopfschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Kurz darauf erfährt sie, dass ein Hirntumor in ihrem Kopf wütet und sie nur noch wenige Monate zu leben hat. Für Brittany steht fest: Sie wird nicht warten, bis der Tumor sie ihres Wesens beraubt und ihr ein qualvolles Ende bereitet. Sie ist entschlossen, gegen das bestehende Gesetz in Kalifornien den Zeitpunkt ihres Todes selbst zu bestimmen. Es beginnt ein zäher Kampf, doch sie findet einen Weg: Elf Monate nach der Diagnose nimmt sie ein todbringendes Medikament zu sich und stirbt in Oregon, umringt von Familie und Freunden. In ihrem Buch erzählt Brittanys Mutter vom unglaublichen Mut ihrer Tochter – und ihrem beispiellosen Einsatz für einen würdevollen Tod. (Quelle: Goldmann)

Meine Meinung

Phu… Bevor ich meine Gedanken zum Buch loswerde, erzähle ich euch kurz, worum es geht:

Brittany ist eine junge Frau Ende Zwanzig, als sie eine erschütternde Diagnose erhält: Hirntumor. Für sie ist von Anfang an klar: Ich bestimme selbst, wann ich sterbe. Ihre Mutter Deborah begleitet ihre Tochter auf dem Weg und erzählt in diesem Buch nun von der Geschichte ihrer Tochter und wie sie selbstbestimmt würdevoll in den Tod geht.

Ich habe das Buch schon länger zu Hause und wollte es unbedingt lesen. Aber ich habe schnell gemerkt, dass er richtige Zeitpunkt für mich nicht gekommen war. Der Tod meines Stiefvaters war einfach noch zu frisch. Und da bin ich direkt beim ersten Punkt: Wenn ihr durch Krebs etc. getriggert werdet, überlegt euch gut, ob ihr das Buch lesen möchtet.

Es ist unglaublich toll und sehr sehr emotional geschrieben. Deborah Ziegler erzählt immer wieder aus der Kindheit und Jugend von Brittany. Nicht nur in diesen Rückblicken spürt man die Liebe zu ihrer Tochter in jeder Zeile, auch bei der Schilderung der Geschehnisse, nach der Diagnose. Ich konnte so gut nachvollziehen, wie es ihr ging und bewundere ihre Stärke.

Die Gefühle, die sie durchlebte, sind völlig normal in dieser Situation und dass sie an ihre Grenzen gekommen ist… verständlich, oder? Dennoch war sie immer für ihre Tochter da, wenn sie gebraucht wurde und darüber hinaus.

Auch Brittany war eine unglaublich starke junge Frau, mit einem unbändigen Willen. Sie hat sich nie unterkriegen lassen, selbst wenn der Tumor seinen Tribut nach und nach eingefordert hat. Die Stärke, die von ihrer Mutter allein durch die Erzählung vermittelt wird, bereitet mit Gänsehaut – auch jetzt, während ich diese Zeilen tippe.

Ehrlich gesagt weiss ich nicht, wie ich mit meiner Rezension dem Buch gerecht werden soll. Ich finde es von A – Z gelungen und ich werde es bestimmt in Zukunft noch einmal lesen.

Das Cover finde ich passend zum Inhalt und wunderschön.

Fazit

Ein sehr emotionaler Erfahrungsbericht, der von mir 5 Sterne erhält.

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