Rezension zu ‚Blutlauenen‘ von Christof Gasser*

Eckdaten
Verlag: Emons
Taschenbuch
320 Seiten
ISBN 978-3-7408-0508-1
(Quelle: Emons)

Klappentext

Obwohl sie nicht nur angenehme Erinnerungen an die gemeinsame Zeit hat, verbringt Journalistin Cora Johannis zusammen mit ihrer Jugendclique ein Wochenende in einem abgelegenen Jagdhaus in den Alpen. Beim ersten gemeinsamen Abendessen bricht ein Gast tot zusammen, kurz darauf geschehen weitere mysteriöse Todesfälle. Die Anwesenden werden zur Zielscheibe eines kaltblütigen Mörders, und weit und breit ist niemand, der ihnen helfen kann … (Quelle: Emons Verlag)

Meine Meinung

Wir begleiten Cora Johannis auf ihrem zweiten Fall bzw. ihrem zweiten Erlebnis. Nachdem sie eine Jugendfreundin trifft, wird sie in ein abgelegenes Jagdhaus in den Alpen eingeladen – Blutlauenen. Die Clique von einst trifft das erste Mal seit Jahren aufeinander. Zuerst scheint alles mehr oder minder harmonisch abzulaufen, doch dann ereignet sich der erste mysteriöse Todesfall. Doch das ist nur der Anfang und Cora weiss, es ist niemand da, der ihnen helfen kann.

Das Buch durfte ich im Zuge einer Leserunde mitlesen – danke an dieser Stelle. Und danke auch an Christof, der Verständnis hat, dass ich durch den Tod meines Stiefvaters nicht so mitlesen konnte, wie ich gewollt habe. Du bist nicht nur ein toller Autor, sondern auch menschlich einfach klasse.

So, nun aber zum Buch *freu* Es lässt sich unabhängig zum ersten Teil lesen, nur würde man gewisse Anspielungen nicht verstehen, sollte man die Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge lesen.

Der Schreibstil von Christof ist wieder genial. Ich liebe es wirklich, seine Geschichten zu lesen. Es liest sich flüssig, schnell. Er weiss, wo er Spannung aufbauen kann und wie er den Leser verwirren kann. Ich wusste bis zum Schluss wirklich nicht, wer hinter allem steckt. Die Auflösung – welche ich natürlich nicht verraten werde – fand ich sehr gelungen.

Obwohl das Buch als Krimi betitelt wird, bin ich der Meinung, dass mehr Thriller als Krimi vorhanden ist. Zwar etwas weniger, als bei seiner Reihe um Solothurn, aber doch orgentlich. Das gefällt mich wirklich sehr gut, da ich selbst normalerweise keine Krimis lese. ‚Blutlauenen‘ hat mich einmal mehr eines Besseren belehrt und gezeigt, dass man einem Buch bzw. einem Autor durchaus eine Chance geben sollte, auch wenn es in einem Genre beheimatet ist, das man sonst meidet. Es gibt Action, etwas Liebe (aber nur einen Hauch, was für mich passend ist – mehr braucht es auch nicht), Mord, Intriegen usw. Also alles, was ein gutes Buch ausmacht 🙂

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Wir erfahren mehr über Cora und ich verstehe jetzt mehr, wieso sie ist, wie sie ist.

Der einzige Kritikpunkt, für mich persönlich ist, mich konnte das Buch nicht ganz abholen, was die Emotionen betrifft. Irgendwie hat es mich nur bedingt mitgenommen in diesem Punkt. Nicht weiter schlimm, aber es wäre das I-Tüpfelchen gewesen, wenn das auch noch gepasst hätte.

Das Cover ist wieder wunderschön, mir gefällt es äusserst gut. Und es passt perfekt zur Geschichte.

Fazit

Von mir erhält das Buch gute 4 Sterne. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil mit Cora.

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