[Sabs privat] Wieso es hier so still ist…

Hallo ihr Lieben,

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Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon vor ein paar Wochen schreiben, aber ich konnte es einfach nicht. Es fiel mir zu schwer und auch jetzt kämpfe ich mit den Tränen, während ich hier sitze und diese Zeilen tippe. Ich weiss nicht, wann der nächste normale Beitrag kommen wird – meine Energie brauche ich aktuell für meine Familie – meine Mutter, meinen Bruder.

Es gibt Momente im Leben, die möchte man einfach auslöschen und sie nicht wahrhaben und doch haben wir keine andere Wahl, als zu akzeptieren, was passiert ist.

Am 15. März ist mein Stiefvater nach fast 2 jähriger Krankheit verstorben. Gott, wenn ich das nur schon Schwarz auf Weiss hier lese, muss ich blinzeln, damit ich nicht anfange zu weinen. Leider lässt es sich nicht mehr ändern und wir müssen lernen, ohne ihn zu leben.

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Die letzten Wochen sind ein einziges auf und ab der Gefühle, der Emotionen und Gedanken. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich durch meine Depressionserkrankung auch weiterhin in Betreuung bin und diese Hilfe auch in dieser schwerzen Zeit in Anspruch nehmen kann. Oft weiss ich nicht, wohin mit meinen Gefühlen, meinen Gedanken. Und oft hasse ich wen auch immer dafür, dass mein Stiefvater uns genommen wurde, dass meine Mutter nun eine Witte ist, mein Bruder nun Halbwaise und die Abschlussprüfung seiner Ausbildung (zum 2. Mal) wieder unter erschwerten Bedinungen durchführen muss.

Ja, es ist scheisse und ja, es tut verdammt weh! Aber wir wissen auch, dass er jetzt keine Schmerzen mehr ertragen muss, es ihm – wo immer er nun sein mag – besser geht. Er ist von seinem Leiden erlöst wurden und durfte im Beisein meiner Mutter den Frieden finden, den er sich verdient hat.

Es liegt ein schwerer Weg vor uns. Die Akzeptanz, dass er nicht mehr nach Hause kommt, ist noch nicht ganz bei uns durchgesickert und ich bin mir sicher, es wird noch lange dauern, bis die Tränen nicht mehr an der Oberfläche schwimmen, wenn wir an ihn denken – so banal die Dinge manchmal auch scheinen mögen.

Ich bin nicht seine leibliche Tochter gewesen, aber er hat mehr für mich getan, als mein leiblicher Vater jemals für mich getan hat. Er war für mich da, wenn ich nicht mehr vor und zurück wusste. Noch zu Beginn diesen Jahres hat er mir mal wieder geholfen und ich weiss, dass dies nicht selbstverständlich ist. Gefühle zu zeigen war nicht seine Art, aber er hat mit Gesten gezeigt, wie viel wir ihm bedeutet haben.

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Nun ruhe in Frieden und warte auf uns, bis wir uns eines Tages auf die Reise ins Leben nach dem Tod begeben. Du wirst immer fehlen, wir haben dich lieb!

Sab

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