Rezension zu ‚Erhebung‘ von Stephen King*


Klappentext
Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat.
In seiner netten Wohngegend in der Kleinstadt Castle Rock gerät Scott in einen eskalierenden Kleinkrieg. Der Hund der neuen Nachbarn – zwei Lesben – verrichtet sein Geschäft ständig bei ihm im Vorgarten. Die eine Frau ist eigentlich recht freundlich, die andere aber eiskalt. Die beiden haben gerade ein Restaurant eröffnet, von dem sie sich viel erhoffen. Die Einwohner von Castle Rock wollen aber nichts mit Homopaaren zu tun haben, da ist großer Ärger vorprogrammiert. Als Scott endlich kapiert, was Vorurteile in einer Gemeinschaft anrichten, überwindet er den eigenen Groll und tut sich mit den beiden zusammen. Merkwürdige Allianzen, der jährliche Stadtlauf und Scotts mysteriöses Leiden fördern bei sich und anderen eine Menschlichkeit zutage, die zuvor unter einer herzlosen Bequemlichkeit vergraben lag.
(Quelle: Heyne)

Meine Meinung

Wir begleiten Scott, der immer mehr an Gewicht verliert – und wir treffen auch auf das homosexuelle Ehepaar, das Scott durch seinen Charme nach und nach für sich gewinnen kann. Mehr möchte ich zum Inhalt dieser kurzen Geschichte nicht sagen – lasst euch einfach darin fallen.

Mein Vorhaben, dieses Jahr meinen Stephen King SUB abzubauen, ist gescheitert. Aber ich musste unbedingt die neue Kurzgeschichte von ihm lesen!

Ich wurde von Beginn an von seinem wundervollen Schreibstil gepackt und nachdem mich eine starke Erkältung ausgebremst hat, habe ich nach meiner Genesung die Geschichte in einem Rutsch durchgelesen. Bei 144 Seiten ist das gut drin, besonders, wenn man wissen will, wie es weiter geht.

Durch die Kürze des Buches, wird man direkt in die Geschehnisse geworfen, was ich gut gemacht fand. Dennoch hätte ich mir etwas mehr von Scott gewünscht, der die Tatsache seines Gewichtsverlustes doch ziemlich schnell akzeptiert hat.

Ich denke, das ist der Länge der Geschichte zu verschulden. In diesen paar Seiten kann man nicht jeden Aspekt ausarbeiten und das ist das Einzige, was mir hier gefehlt hat.

Besonders am Ende habe ich einige Tränen vergossen. Für mich waren die Zeilen wirklich emotional und ich konnte mit den einzelnen Personen mitfühlen, als wäre ich selbst dabei gewesen.

Alles in allem eine tolle Kurzgeschichte, aus der Stephen King aber mit ein paar hundert Seiten mehr, einen tollen Kurzroman hätte zaubern können.

Das Cover ist wunderschön, gefällt mir sehr sehr gut.

Fazit

Von mir bekommt das Buch, weil es einfach zu kurz war, gute 4 Sterne.

Ein Kommentar

  1. Hallo Sabs,

    oh ja, bei Kings Kurzgeschichten stört mich auch immer die Länge – es ist einfach zu wenig davon da! Jedenfalls klingt es absolut lesenswert und dieses Schätzchen muss sich bald mal auf den Weg zu mir machen. Ich hoffe in dem Fall ganz stark auf das Christkind. 😉

    Liebe Grüße,
    Nicole

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