Rezension zu ‚Nevernight – Die Prüfung‘ von Jay Kristoff

Sie ist keine Heldin. Sie ist eine Frau, die Helden fürchten.

»Nevernight« ist der erste Roman einer neuen bildgewaltigen und epischen Fantasy-Serie von »New York Times«-Bestseller-Autor Jay Kristoff.

In einer Welt mit drei Sonnen,
in einer Stadt, gebaut auf dem Grab eines toten Gottes,
sinnt eine junge Frau, die mit den Schatten sprechen kann, auf Rache.

Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet … (Quelle: Fischer Tor)

Meine Meinung

Wir begleiten die junge Mia, die sich der Prüfung ‚der roten Kirche‘ stellt um eine kaltblütige Assassine zu werden, eine sogenannte Klinge. Um die geheime Enklave zu erreichen, muss sie einige Strapazen auf sich nehmen. Das ist aber erst der Anfang, denn in der Enklave geht der Unterricht los und der ist nicht ohne.

Generell bin ich skeptisch, wenn ein Buch sehr gelobt, ja sogar gehypt wird. Aber dennoch haben mich die Stimmen zu Neveright so neugierig gemacht, dass ich das Buch nun doch lesen musste. Vorab möchte ich anmerken, dass ich das Buch als E-Book gelesen habe und ich somit zu den Fussnoten nichts sagen kann – ich habe diese nicht glesen und ich habe nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Vielleicht werde ich mir das Buch noch fürs Regal holen und einen zweiten Lesedurchgang starten, wo ich mir die Fussnoten zu Gemüte führen werde.

Nun aber zur Geschichte. Im Prinzip kann ich die Story mit einem Wort beschreiben: GENIAL! Ich habe selten eine Geschichte gelesen, die mir so gut gefallen hat. Sie hat alles, wirklich alles, was ich von einer Geschichte erwarte: Brutalität (damit wird nicht gespart – wer nicht mit zum Teil detaillierten Beschreibungen zurecht kommt, sollte sich überlegen, ob er das Buch lesen möchte), Blut, Sex (jetzt nicht mega wichtig, aber passt zur Geschichte), Liebe (aber nicht klassisch, wie man es sich vorstellt), Freundschaft, Verrat, Irrungen und Wirrungen. Das Setting ist düster und wenn man ein Buch will, dass freundlich und nett ist: Nevernight ist es eindeutig nicht! Oh nein, es ist das Gegenteil von nett und somit genau mein Ding.

Und der Schreibstil <3 Oh mein Gott, ich liebe den Schreibstil! Wieso habe ich so lange gezögert, etwas von Jay Kristoff zu lesen??? Er schreibt einfach genial. Zwar hat sein Schreibstil etwas Eigenes, aber genau das gefällt mir unheimlich gut. Ich wurde sofort in die Geschichte hineingezogen und bin dann innerhalb weniger Stunden durch die gut 700 Seiten geflogen. Ich habe das Buch wahrlich inhaliert.

Ich mochte Mia als Charakter unheimlich gerne. Sie ist taff, hart und zögert nicht, um ihren Willen durchzusetze und das zu erreichen, was sie will. Dennoch behält sie einen Teil von Menschlichkeit, der sie nicht völlig abstumpfen lässt. Ich mag ihr Verhalten, ihre Taten (wobei mögen hier wohl nicht das richtige Wort ist), einfach alles.

Generell finde ich die Charaktere, die Jay Kristoff geschaffen hat, genial! Es gibt keine Person, die ich nicht mochte. Sogar die unsympatischen Charaktere fand ich sehr gelungen, weil sie schlichtweg zur Geschichte passen und genau so sind, wie sie sein müssen.

Wen ich besonders mochte, ist: Herr Freundlich <3 Wer das Buch gelesen hat, weiss, wen ich damit meine – alle anderen müssen es herausfinden 😉 Für mich war er greifbar und ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen.

Können wir eine Minute das Cover huldigen? Ja? Gut! Denn es ist einfach wunderschön und passt perfekt, wirklich perfekt, zur Geschichte! Wenn man die Story gelesen hat, wird man einige Details erkennen, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen.

Fazit

Eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe! Klare 5 Sterne von mir und eine absolute Leseempfehlung.

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