Rezension zu ‚Casting – Spiel ums Leben‘ von Yvonne Richter*

Eckdaten

Seitenanzahl:

295 Seiten

Genre:

Zukunftsroman

Alter:

ab 10 Jahren

ISBN:

978-3-944788-28-9 
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Klappentext

Lovis ist ein Siegertyp. Geschickt bewegt er sich in der schillernden
Spielewelt, deren Gesetze längst in sämtlichen Bereichen des Lebens
gelten. Eine Clique von selbstverliebten Juroren hält das Karussell der
Castings und Contests in Gang. Sie sorgen mit drastischen Methoden
dafür, dass niemand aus der Reihe tanzt. Als Lovis sich mit Jo
anfreundet, beginnt er am Sinn der strengen Regeln zu zweifeln. Das
Mädchen und er gehen auf gefährliche Touren. Was sie dabei hinter den
Kulissen der Vergnügungsmaschinerie entdecken, stellt alles Gewohnte
infrage. Mit einigen Gleichgesinnten finden sie Zuflucht in einer alten
Manufaktur und proben den Widerstand. Aber Detektive sind ihnen bereits
auf der Spur. Wird es den Ausreißern gelingen, sich gegen das
übermächtige System zu behaupten und ihren eigenen Ideen zu folgen?
(Quelle: Fabulus)

Meine Meinung

Der Klappentext beschreibt schon gut, um was es in dem Buch geht. Ich habe bisher noch nicht viele Dystopien gelesen, daher freue ich mich
immer wieder, ein neues Buch in dem Bereich zu finden und zu entdecken,
was sich der Autor, oder in diesem Fall die Autorin, ausgedacht hat.

Ich muss sagen, eine erschreckende Vorstellung, wenn es eines Tages wirklich so weit kommt, dass man nur durch Castings Essen, Kleidung, Wohnung etc. gewinnen kann. Aber es ist auch nicht so abwegigt, dass sich die Gesellschaft in diese Richtung entwickelt. Man muss sich nur die Medien ansehen, die uns tagtäglich eintrichtern, was gut ist, was schön ist etc. Und Casting-Shows gibt es ja schon, wenn auch nicht so extrem, wie in diesem Buch beschrieben. Daher eine Zukunftsvision, die man nicht so leicht abtun sollte.

Die Geschichte um Lovis und Jo fand ich ganz nett, aber für mehr reicht es nicht. Man spürt, dass sich die Autorin durchaus Gedanken über diese Zukunftsvision gemacht hat. Doch mir hat das gewisse Etwas gefehlt. Die Idee mit den Castings finde ich nach wie vor super, nur die Umsetzung hat mir nicht so gut gefallen.

Das Hauptproblem war, dass der Schreibstil für mich noch unausgereift ist, was man vor allem bei den Dialogen gemerkt hat. Die wirken manchmal etwas schlacksig und unsicher. Das fand ich sehr schade. Auch gestört hat mich, dass aber etwa der Hälfte des Buches viele Dinge zusammengefasst wurde und man richtig durch die Geschichte gehetzt wurde. Ich hätte mir lieber 100 oder 200 Seiten mehr gewünscht, dafür hätte man alles runder gestalten können und besser ausarbeiten.
Das Ende war nicht ganz nach meinem Geschmack – es ging wirklich alles zu schnell und irgendwie war es mir persönlich zu harmonisch. Es war fast zu perfekt.

Die Charaktere finde ich in Ordnung und einige haben interessante Ansätze. Aber auch hier spürt man, dass sie nicht ganz ausgereift sind, was ich sehr schade fand.

Alles in allem ist es trotz der Kritikpunkte ein nettes Buch für Zwischendurch. Es ist deutlich für jüngere Leser gedacht und ich bin mir sicher, dass das Buch bei ihnen gut ankommen wird. Ich habe meine Bewertung auch dahingehend angepasst, dass jüngere Leser das Buch anders betrachten, als ich als Erwachsene.

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, ein echter Hingucker im Bücherregal.

Fazit

Ein Buch mit einigen Schwächen, aber mit einer tollen Idee dahinter. Da eindeutig jüngere Leser anspricht, bekommt das Buch in Berücksichtigung dessen 4 Sterne.

Ein Kommentar

  1. Hallo Sabrina, 🙂
    die Idee von dem Buch klingt echt toll. 🙂 Schade, dass es eher für jüngere Leser etwas zu sein scheint. Ich werde aber auf jeden Fall eine Leseprobe lesen, um zu schauen, ob es mich doch anspricht. 🙂

    Liebe Grüße
    Marina

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