Rezension zu Bärentöter – Der Auserwählte von Roland Pauler

Eckdaten

Verlag: Fabulus
Hardcover
287 Seiten
Erschienen: 20.08.2015
ISBN: 978-3-944788-38-8
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Klappentext

Im Schicksalsjahr 1348 begleitet der Bauernjunge Wilfried einen
Viehtreck durch Bayern. Während die Pest bereits in Italien wütet,
treiben gewissenlose Räuber ihr Unwesen und schrecken auch nicht vor
heidnischen Ritualen zurück. Dem stellt sich der Vierzehnjährige beherzt
entgegen. Nachdem er Bären und Wölfe bezwungen hat, hält man ihn für
einen Auserwählten; als der Graf von Straubing in ihm seinen unehelichen
Sohn erkennt und ihn als Erben einsetzt, scheint Wilfrieds Glück
vollkommen. Doch mit seinem Eintreten für Gerechtigkeit und die
Überwindung von Standesschranken verstößt er gegen die geltende Ordnung.
Das ist nicht nur den Wotansbrüdern ein Dorn im Auge. Die Mitglieder
des Geheimbunds holen zum tödlichen Schlag gegen Wilfried aus.

(Quelle: Fabulus Verlag)

Meine Meinung

 

Mich hat das Buch neugierig gemacht, weil es mir als Buch mit historischen Teilen vorgestellt wurde und ich mich dann dazu entschieden habe, es zu lesen.

Leider muss ich sagen, dass mir der historische Aspekt sehr gefeht hat – man erfährt zwar, dass die Pest umhergeht und dass damit ein paar Probleme verbunden sind, aber ansonsten fehlt das Historische komplett. Sehr sehr schade.

Mir hat die Grundidee der Geschichte dennoch gefallen – der junge Wilfried macht sich auf den Weg als Viehtreiber, um seine Familie nach dem tragischen Tod seines Vaters zu ernähren. Dabei erlebt er allerlei Abenteuer und trifft auf Personen, mit denen er nicht gerechnet hat.

Der Schreibstil von Roland Pauler hat mir zu Beginn des Buches deutlich besser gefallen, als gegen Ende. Es hatte ein wenig den Anschein, als wollte er schnell fertig werden. Die Dialoge sind ein wenig plump rübergekommen und die einzelnen Abschnitte wirkten eher unbeholfen. Das war wirklich sehr schade, weil der Anfang besser war! Man hat deutlich gespürt, dass das Buch für jüngere Teenager geschrieben ist – ich habe prinzipiell nichts gegen solche Bücher und lese sie sehr gerne, aber in ‚Bärentöter‘ wirkte alles ein wenig unbeholfen.

Ich mochte Wilfried ganz gerne, aber er war mir einfach zu perfekt! Alles was er angefasst hat, ist ihm gelungen etc. Das war einfach nicht mehr glaubwürdig. Ich denke, das hätte man besser lösen können. Vielleicht hätte er das ein oder andere Abenteuer ein wenig anders erleben können. Um nichts zu verraten, kann ich nicht ins Detail gehen. Doch wenn etwas nicht 100 % gelingt, wäre das authentischer.

Die restlichen Charaktere waren nicht richtig greifbar, aber die meisten waren in Ordnung. Wobei ich auch hier sagen muss, dass ein paar Charaktere zu perfekt waren.

Das Cover mag ich sehr gerne, es ist wirklich gut gelungen!

Fazit

Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können – aber da es gute Ansätze hat, gebe ich ihm 3 Sterne

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